Archiv für den Monat: Juni 2014

Minestrone à la Sechtem

Minestrone-Rezepte gibt es vermutlich mindestens so viele, wie es Großmütter in Norditalien gibt. Ein paar Gemeinsamkeiten allerdings haben alle Rezepte: Bauchspeck (Pancetta), kleine weiße Bohnen, Pasta, verschiedene Gemüse, geriebener Hartkäse sind fast überall dabei.

Hier eine traditionelle Variante für 6-8 Personen (es ist kaum möglich, eine kleine Menge Minestrone zu kochen!). Anmerkung: Wenn sie keinen Pancetta (italienischer Bauchspeck) bekommen, nehmen Sie „unseren“ üblichen Bauchspeck, auf Scheiben geschnitten. Auf ein Brettchen streuen Sie sparsam: Groben Pfeffer, getrocknete Kräuter wie Thymian, Basilikum. Darauf kommt die erste Scheibe Speck. Auf diese kommt wieder die Streu wie vor, nächste Scheibe darauf usw. Mit Folie abdecken und eine Nacht durchziehen lassen. Anderntags auf Streifen schneiden.

Zutaten
Gemüsehof:

500 g Gemüse (z.B. Möhren, Kartoffeln, Lauch, Brechbohnen, Zucchini, Staudensellerie, Erbsen, Variationen nach Jahreszeit möglich), gewürfelt, geschnitten.
2 Schalotten (überbrüht, abgezogen, gewürfelt)
4 Tomaten (überbrüht, abgezogen, entkernt, gewürfelt)

das muss noch rein:
1 kl. Tasse weiße Bohnen (am Vortage eingeweicht und später gekocht (die aus der Dose geraten leicht etwas schleimig).
1 Tasse Pasta (z.B. gebrochene Spaghetti, Penne oder ähnliche löffeltaugliche)
200 Gramm Pancetta, die Seele vom Ganzen: Etwa , in Streifen geschnitten.
1 Sträußchen aus Thymian, Basilikum
ein paar Pfefferkörner
1 Lorbeerblatt
½ Knoblauchzehe, das alles im Teebeutel (zugebunden) bzw. in der Gewürzkugel
160 g Hartkäse Parmesan (oder Grana Padano), frisch gerieben.
½ l  Hühnerfond
Pfeffer, Zucker, Meersalz
ein wenig Zitronensaft
Weißwein

Zubereitung:
In einem passenden Topf (4-5 Liter) zwei EL Butter und 2 EL Olivenöl erhitzen, etwa 150 Gramm Pancettastreifen (die Restmenge zurückbehalten) schnell anschwitzen, die Schalotten zugeben, nach zwei Minuten mit etwas Weißwein ablöschen, auf mittlerer Flamme um die Hälfte reduzieren.

Möhren zugeben, Prise Zucker dazu, eine Minute anschwitzen, dann Kartoffeln zugeben. Mit dem Fond auffüllen, zum leichten Sieden bringen. Nach und nach die restlichen Gemüse zugeben, zwischendurch wenn nötig mit heißem Wasser auffüllen. Bei der Hälfte der Kochzeit (nach 10 Minuten) die Pasta und die Gewürze im Teebeutel zugeben.

Zuletzt kommen die weißen Bohnen und die Tomaten hinein. Die Suppe sollte nie heftig kochen, sondern eher simmern. Teebeutel entfernen; Flamme löschen, Zitronensaft zugeben, Suppe ein paar Minuten ziehen lassen. Mit Meersalz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken.

Etwas abkühlen lassen (ansonsten leiden Lippen, Zunge und Gaumen).

Anrichten:
Die zurückbehaltenen Pancettastreifen in der Pfanne kurz und heftig aufknuspern. Suppe in Tellern anrichten, mit 1-2 TL feinem Olivenöl beträufeln, darauf je ein EL geriebenen Hartkäse geben. Mit den gerösteten Speckstreifen obendrauf anrichten.

Prego, buon appetito!

Gurken Lassi mit Minze

Rezept Lassi mit Gurke und Minze für 2 Personen

Ein Lassi ist ein indisches Joghurt-Getränk, das zu scharfen Gerichten und/oder bei großer Hitze gereicht wird. Es gibt süße und salzige Lassis; dieses hier gehört zur zweiten Kategorie. Die Minze kühlt und wirkt der Chili-Schärfe asiatischer Gerichte entgegen.

Zutaten
100 g Joghurt mit 10% Fettgehalt
150 g Gurke gewürfelt; vorher geschält und „ausgenommen“
80 g Eiswürfel, grob gehackt
4 Stengel Minze
1 geh. Tl grobes Meersalz
1 Tl Kreuzkümmel ganz
Saft und Schalenabrieb einer Limette
zum Abschmecken Zucker und Fleur de Sel

Zubereitung
Von den Minzstengeln die Blätter bis auf die obersten abzupfen und grob hacken. Kreuzkümmel mit Meersalz im Mörser anstoßen. Eis mit etwas Wasser, die Minzblätter, Kreuzkümmel und Salz, Joghurt und Gurkenwürfel in den Mixer geben. Mischen, bis die Eiswürfel zerhackt sind. Limettensaft und Schalenabrieb zufügen, Prise Zucker zugeben. Kurz mixen und dann mit weiterem Zucker und Fleur de Sel abschmecken.

Anrichten
Zwei Portionen in vorgekühlte Gläser einfüllen. Trinkhalm mit großem Durchmesser einstellen, mit einer Klammer die Minzstengel so dekorieren, daß man beim Trinken die Nase in die oberen Minzblätter versenken muß.
Mutige geben vor dem Servieren einen Schuß Wacholderschnaps (Gin oder Genever) hinzu.

Tiroler Grauvieh – Info

 

Das Tiroler Grauvieh  ist ein mittelrahmiges Zweinutzungsrind. Die Tiere sind einfärbig silber- bis eisengrau, der Kopf, Hals und Rumpf ist angeraucht. Das dunkle Flotzmaul ist hell gesäumt, die Klauen sind schwarz. Die Stiere sind dunkler gefärbt als die Kühe und der Rücken wird von einem hellen Aalstrich geziert.

Es handelt sich um eine alte, autochthone österreichische Rinderrasse. Zur Zeit der Völkerwanderung durchmischte sich das heimische bodenständige ligurisch-keltische Rind mit dem Vieh der sich ansiedelnden Alemannen. Aus dieser Kreuzung entwickelten sich im Laufe vieler Jahrhunderte verschiedenste Landschläge. Ende des 19. Jahrhunderts trennten sich die Schläge in die Rassen Braunvieh und Grauvieh auf.

Tiroler Grauviehzuchtverband